TCM – was ist das?

Philosophie der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

Das jahrtausendealte komplexe System der Traditionellen Chinesischen Medizin ist eingebettet in die Philosophie von Yin und Yang. Das Schriftzeichen Yin steht für die schattige Seite eines Hügels, Yang für die sonnige Seite. Polare Gegensätze, die einander jedoch bedingen und die nur in Relation zueinander existieren. Innerhalb dieser Philosophie kann ein Teil immer nur im Verhältnis zum Ganzen verstanden werden.

So richtet die Traditionelle Chinesische Medizin ihre Aufmerksamkeit auf den ganzen Menschen und nicht lediglich auf ein Symptom und kann deshalb weit mehr als “nur” Schmerzen behandeln.

Krankheitsursachen

Ein wichtiger Begriff in der chinesischen Philosophie ist das Qi, das z. B. bei den Bewegungsformen Qi Gong und Tai Qi wieder auftaucht. Qi kann mit Lebensenergie übersetzt werden und ist der Antrieb für alle körperlichen Prozesse und für das Leben an sich. Es zirkuliert nach dieser Vorstellung in zwölf Hauptleitbahnen bzw. Meridianen, die den Körper wie ein Netz überziehen und an den Akupunkturpunkten beeinflusst werden kann.

Grundlage für Gesundheit ist der freie Fluss von Qi. Fließt das Qi nicht mehr regelrecht, weil entweder zu wenig davon vorhanden ist oder weil eine Stagnation besteht, kommt es zu Disharmonien. Leichtere Disharmonien können innerhalb des Körpers ausgeglichen werden. Werden diese jedoch stärker oder bestehen sie über einen langen Zeitraum, kommt es zu Krankheitssymptomen.

Als Krankheitsursachen kommen nach der Chinesischen Medizin u. a. infrage:

  • Ernährungsfehler wie insbesondere zu kalte Nahrung, zu viel Süßes, zu viele Milchprodukte
  • starke und lang anhaltende Emotionen, wie lange Trauerphasen oder übermäßiger Zorn
  • äußere klimatische Faktoren wie Wind, Kälte oder Feuchtigkeit sowie
  • mechanische Einflüsse wie Unfälle, Behandlungsfehler.

All diese Faktoren können zu Störungen und damit auch zu Blockaden oder Stagnationen von Qi führen. Folgen sind zum Beispiel Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Asthma, Menstruationsstörungen und andere Erkrankungen.

Neben der Behandlung chronischer Krankheiten liegen die besonderen Stärken der TCM in der Prävention. Dazu ein Zitat aus dem Huangdi Neijing, dem Klassiker der TCM:

„Medikamente zu verabreichen für Krankheiten, die bereits aufgetreten sind und Aufstände zu unterdrücken, die bereits ausgebrochen sind, kann man mit dem Verhalten solcher Leute vergleichen, die erst dann ein Brunnenloch graben, nachdem sie bereits durstig geworden sind…“

 

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